Brauche ich am Telekom-IP-Anschluss unbedingt ein IP-Telefon?

Häufig gehen Kunden davon aus, dass sie mit der Umstallung auf einen IP-Anschluss der Telekom (oder eines anderen Anbieters) unbedingt ein IP-Telefon kaufen müssen. Stimmt das wirklich? Die ganz schlichte Antwort: nein.

Viele Anbieter, wie Vodafone, o2, Versatel, easybell u.a. schalten Telefonanschlüsse seit mehreren Jahren schon als sogenannte All-IP-Anschlüsse. Internet- und Telefoniedaten gehen hierbei sozusagen über eine Leitung und werden nicht mehr auf verschiedene Geräte aufgeteilt.

Seit Mitte 2014 stellt die Telekom nun nach und nach alle "alten" Anschlüsse auf moderne All-IP-Anschlüsse um. Wenn Sie als Telekom-Privatkunde Ihren bisherigen Analog- oder ISDN-Anschluss auf einen All-IP-Anschluss umstellen lassen, bietet Ihnen die Telekom meist einen Speedport-Router an. Diesesn benötigen Sie zum einen als DSL-Modem, andererseits ist der Speedport (aktuell wird der W724V verkauft) auch die Zentraleinheit für Ihre Telefone. Sie können am Speedport Ihre bisherigen Analog-Telefone und Faxgeräte weiterhin nutzen, diese schließen Sie an den Telefonports 1 und 2 an. Mit dem zusätzlich erhältlichen ISDN-Adapter können Sie auch Ihre ISDN-Telefone oder Ihre ISDN-Telefonanlage weiterhin nutzen. Der Speedport W724V ist außerdem eine DECT-Basis für bis zu 5 Mobilteile. Hier können Sie mit den Mobilteilen der Speedphone-Serie alle Funktionen, wie gemeinsames Telefonbuch, Sprachbox-Anzeige, Anruflisten usw. ganz komfortabel nutzen.

Man kann selbstverständlich "hinter" einem Speedport-Router auch IP-Telefone nutzen. Besten HD-Klang und viele Komfortfunktionen bieten Ihnen die aktuellen Modelle DX800A, C430A GO, S850A GO, E630A GO und SL450A GO von Gigaset. Diese bieten wesentlich mehr Funktionen, als die integrierte Telefonbasis im Speedport-Router und können z.B. mit den Gigaset-Apps genutzt werden. Ganz wichtig: wenn Sie ein IP-Telefon "hinter" eine Speedport-Router nutzen, dann müssen Sie die Rufnummern direkt im IP-Telefon einrichten. Im Speedport-Router müssen diese gelöscht werden, da sich sonst der Router immer wieder registriert und Gespräche nach ca. 30 Sekunden abgebrochen werden. Die ist eine Eigenart der Speedport-Router, die leider die Hotline der Telekom in den meisten Fällen nicht erläutern kann.

Man muss natürlich nicht den Speedport-Router der Telekom nutzen. Die aktuellen Fritz!Box-Modelle 7360, 7390 und 7490 sowie neuere funktionieren natürlich auch hervorragend am IP-Anschluss verschiedener Anbieter, wie Telekom, easybell, Sipgate, 1&1 und vielen anderen. Die Fritz!Box-Modelle bieten einen wesentlich höheren Funktionsumfang, als die Speedport-Router. So können Sie an der Fritz!Box bis zu 2 Analoggeräte, bis zu 6 Mobilteile und bis zu 10 IP-Telefone sowie ISDN-Geräte direkt anmelden. Sie können Gespräche weitervermitteln und es stehen bis zu 5 integrierte Anrufbeantworter mit der Funktion Voice2Mail (eMail-Versand von Sprachnachrichten) sowie ein integrierter Faxserver für Empfang und Versand zur Verfügung. In der Fritz!Box sind bereits viele IP-Telefonanbieter vorkonfiguriert, die beim ersten Start einfach ausgewählt werden können.

Eine weitere komfortable Alternative ist der TP-Link VR200v, ebenfalls ein Modem-Router mit Telefoniefunktionen für den IP-Anschluss. An diesem können Sie bis zu 2 Analoggeräte und bis zu 5 Mobilteile (z.B. Gigaset HX-Mobilteile) anschließen und komfortabel über die Weboberfläche verwalten.

Selbstverständlich lassen sich am IP-Anschluss auch professionelle IP-Telefone nutzen, die von vielen Herstellern mit unterschiedlichem Funktionsumfang erhältlich sind. So ist z.B. das Grandstream GXV3275 ein Telefon mit 7"-Touchscreen und Android-Oberfläche, welches hervorragend direkt am IP-Account verschiedener Anbieter oder auch an Telefonanlagen funktioniert.

Das Thema IP-Anschluss ist recht komplex. Gern beraten wir Sie ausführlich, welches das für Ihre Zwecke am besten geeignete Gerät ist. Rufen Sie uns einfach unter 030 - 21 45 85 45 an, wir freuen uns auf Sie.

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